Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA haben mittlerweile einen Rückruf von Porsche-Fahrzeugen bestätigt, der zuvor nicht in ihren Datenbanken verzeichnet war. Der Rückruf betrifft Fahrzeuge mit potenziellen Problemen beim Zentralverschluss der Räder, was zu schweren Schäden führen könnte.
Laut aktuellen Angaben sind weltweit rund 12.600 Fahrzeuge betroffen – eine Steigerung gegenüber den zunächst angenommenen 10.600. In Deutschland beläuft sich die Zahl der betroffenen Modelle auf 2.540 Fahrzeuge (vorher: 2.150). Die betroffenen Fahrzeugtypen umfassen eine Vielzahl von Modellen aus den Baujahren 2023 und 2024, darunter:
- Porsche Panamera (GTS, Turbo, Turbo S)
- Porsche 911 (GTS, 4 GTS, Turbo, Turbo S, Sport Classic, GT3, GT3 RS)
- Porsche Cayman GT4 RS und Spyder RS
Das Problem liegt in einer fehlerhaften Verschraubung der Zentralverschlussmutter, die von der Hirschvogel Holding GmbH zugeliefert wird. Diese kann zu Beschädigungen bis hin zum Bruch der Verschraubung führen, wodurch sich das Rad im schlimmsten Fall lösen könnte.
Laut dem KBA sind bisher 22 Vorfälle im Zusammenhang mit diesem Defekt bekannt, darunter neun Unfälle. Glücklicherweise wurden dabei keine Personenschäden gemeldet.
Um das Problem zu beheben, plant Porsche eine Rückrufmaßnahme ab Januar 2025. Dabei soll die ordentliche Funktion des Radspannsystems überprüft und, falls nötig, die Zentralverriegelung ersetzt werden. Besitzer der betroffenen Fahrzeuge werden gebeten, sich mit dem Hersteller oder einer Vertragswerkstatt in Verbindung zu setzen, um das Problem kostenfrei beheben zu lassen.
Porsche betont, dass die Sicherheit der Kunden höchste Priorität hat, und empfiehlt dringend, die Rückrufaktion zeitnah wahrzunehmen, um mögliche Risiken auszuschließen.
